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Insider | Executive Placement

Executive Placement in der Pandemie: Ein Statement von Pionier Frank Adensam

2020 ist überstanden, aber die Krise dauert noch an. Wir alle haben uns vielen Herausforderungen gestellt, zurückstecken müssen und dabei viel gelernt.

Zum Jahresbeginn möchte ich Sie deshalb daran teilhaben lassen, was wir gelernt haben, meine Einschätzungen zu Wirtschaft und Arbeitsmarkt, angereichert mit aktuellen Informationen, geben – und einen Ausblick auf ein gemeinsam erfolgreiches Jahr 2021 mit Ihnen wagen.


Der Arbeitsmarkt in der Coronakrise 2020


Corona hat den Arbeitsmarkt in der ersten Jahreshälfte 2020 in eine Schockstarre versetzt, die sich im August und September nach der Ferienzeit zusehends wieder auflöste. Die Wirtschaft hatte wieder Fahrt aufgenommen!

Für obere Führungskräfte – und unsere Executive-Placement-Kunden – kamen wieder Vorstellungsgespräche und daraus folgend Vertragsangebote zustande. Im Spätsommer und Herbstanfang 2020 liefen unsere Executive-Placement-Prozesse wieder an und wir konnten Führungskräfte erfolgreich in neue Verantwortung bringen.

Hoffnung ist berechtigt, auch von einem sehr dynamischen Jahr 2021 auszugehen. Die medizinischen Behandlungsmethoden von Covid-19 haben sich in sehr kurzer Zeit enorm schnell verbessert und der vom RKI prognostizierte Corona-Impfstoff ist da. Das Virus verliert somit langsam seinen Schrecken.

Mit optimistischem Blick in die Zukunft gehe ich persönlich davon aus, dass Corona bis Mitte des Jahres 2021 keine allzu entscheidende Rolle in der öffentlichen Diskussion mehr spielen wird. Zentrale Themen werden dann die Ökonomie und der Bundestagswahlkampf sein. Doch was haben wir aus 2020 mitgenommen?


Die Lage für Führungskräfte auf dem Corona-Arbeitsmarkt


Der Arbeitsmarkt ist noch sehr durch die Corona-Krise geprägt. Man diskutiert in faktisch jedem Unternehmen, ob man strategisch noch auf der richtigen Schiene fährt oder ob es Korrekturen geben muss.

Stichworte sind hierbei: Resizing, Human Resources bzw. Personalstandssteuerung, Cost Cutting, Überprüfung und Reorganisation globaler Lieferketten, Digitalisierung, Überprüfung der Supply Chain und der Arbeitsorganisation mit angemessenem Homeoffice-Anteil und dergleichen mehr.

 

Daraus folgt konsequenterweise die Frage, ob man mit der bisherigen personellen Aufstellung im Management die Anforderungen der Zukunft bewältigen kann – oder ob es personelle Wechsel geben muss. Wir beobachten derzeit viele entsprechend angeregte Revirements im Management vieler Unternehmen:

 

Längst überfälliger Konjunkturabschwung

Im Jahr 2019 war der Konjunkturzyklus, der nach der Finanzkrise 2009 begonnen hat, im zehnten Jahr der Hochkonjunktur. Viele Beobachter fragten sich, durch welchen Anlass diese Hochkonjunktur in den längst überfälligen Abschwung übergehen würde. Das Platzen der chinesischen Immobilienblase? Krieg im Nahen Osten? Der Brexit und die Krise in der europäischen Union? Trump und sein Handelskrieg gegen China?

Dass es dann ein Virus sein würde, hatten die Wenigsten vermutet. Wir leben in spannenden Zeiten. Wagen wir einen Blick in unsere Zukunft:


Wie sehen die Zukunftsanforderungen an obere Führungskräfte aus?

 

Heute, wo sich der Blick der Entscheider in der Wirtschaft wieder weg von der aktuellen Krisenbewältigung und stärker hin in die Zukunft richtet, wird berechtigt die Frage gestellt: Welche Kompetenzen braucht ein Geschäftsführer oder Vorstand, der ein Unternehmen jetzt in eine gute Zukunft führen kann?

Strategische Klarheit und Weitblick, Führungsstärke, digitale Kompetenz, Erfahrung im Krisenmanagement, die Fähigkeit, den Wandel in die richtige Richtung zu steuern und anderes mehr sind jetzt wichtig. Die Schönwetterkapitäne aus 2019 stehen flächendeckend auf dem Prüfstand.


Es gilt jetzt nicht mehr, den bisherigen Erfolg zu verwalten, sondern den Zukunftserfolg aktiv herbeizuführen.

Die Führungselite der Wirtschaft wird die Leistungserstellungsprozesse in den von ihnen verantworteten Unternehmen schnell, strategisch klug, digitaler und wettbewerbsfähiger aufstellen müssen. Wer das nicht tut, läuft Gefahr, nach einer politisch gewollten Phase der vorübergehenden „Zombifizierung der Wirtschaft“ von einem längst toten Pferd absteigen zu müssen.

Diese Zukunftsanforderungen an obere Führungskräfte müssen daher konsequenterweise bereits jetzt in eine wirksame und überzeugende Nutzenargumentation für all diejenigen führen, die heute eine neue Verantwortung suchen.


Der Arbeitsmarkt für Führungskräfte 2021: Ein Ausblick

 

Der Jahreswechsel wird überschattet von einem zweiten flächendeckenden Lockdown – aber jetzt mit der klugen Differenzierung, die der Baden-Württembergische Ministerpräsident Kretschmann so formuliert hat: Das Notwendige kommt vor dem Nützlichen und dem Angenehmen. Also die Wirtschaft und die Schulen offenhalten, Kultur, Einzelhandel, Gastronomie und Eventwirtschaft schließen und deren Schäden bestmöglich kompensieren.

Der Arbeitsmarkt für Führungskräfte hatte nach dem ersten Lockdown und der Sommerferienzeit im August, September und Oktober tatsächlich deutlich angezogen, diese Dynamik durch den zweiten Lockdown im November und Dezember aber wieder zum großen Teil verloren. Der Arbeitsmarkt ist quasi sechs Wochen vor der sonst üblichen Zeit in die Weihnachtspause gegangen. Somit hatten wir in 2020 insgesamt 7 Monate mit sehr geringer Arbeitsmarktdynamik, die sich nun wieder erholt und an Fahrt aufnimmt.


Positive Prognosen für Unternehmen

Dennoch wage ich eine Prognose und zitiere in diesem Zusammenhang den Chef der Wirtschaftsweisen Prof. Lars Feld aus der FAZ vom 18.12.: „Die akute Phase der Corona-Krise ist vorbei.“

Lars Feld klingt verhalten optimistisch in seinen Aussagen und ich möchte ihm beipflichten. Das „Handelsblatt“ meldet am 19.12., dass das Ifo-Geschäftsklima im Dezember wieder gestiegen sei. Dabei bewerteten die 9000 befragten Unternehmenslenker sowohl ihre Lage mit 91,3 Punkten nach 90,0 Punkten besser als auch ihre Geschäftsaussichten für die nächsten sechs Monate mit 92,8 Punkten nach 91,8 Punkten. Besonders die Chemieindustrie und der Maschinenbau schöpften wieder Hoffnung.

Auch die BASF-Aktie wird von uns mit großer Aufmerksamkeit beobachtet: Die Chemie, insbesondere die BASF SE, ist ein konjunktureller Frühzykliker. Die BASF-Aktie hat sich vom Tiefststand im März 2020 (ca. 40 €) bereits wieder bemerkenswert nach oben (ca. 64 €) entwickelt. Die Börse bildet immer zukünftige Gewinnerwartungen ab.


Steigender Optimismus durch medizinischen Fortschritt

In Ermangelung einer Kristallkugel schöpfen wir unseren Optimismus aus solchen Informationen und stellen uns auf einen wieder dynamischen Arbeitsmarkt ein, der vermutlich im Februar und März auf Drehzahl kommen wird.

Die hoffentlich bald gesunkenen Inzidenzen durch die aktuellen starken Kontaktbeschränkungen und der Start der Impfkampagne wird der Bevölkerung und der Wirtschaft Zuversicht geben und die Hoffnung ist berechtigt, dass wir im Frühjahr und Sommer 2021 aus der Corona-Krise wieder langsam, aber stetig herauswachsen.


Raum für persönliches Wachstum

Aus der Corona-Krise „herauswachsen“ ist hier ein bewusst gewählter Begriff, der nicht nur volkswirtschaftliche, sondern auch sozialpsychologische Aspekte umfasst: Zu wünschen ist vor allem ein persönliches Wachstum all derer, die sich, statt seriöse Quellen zu studieren, derzeit überwiegend via geteilter Videos aus der „Academy der sozialen Netzwerke“ über die Corona-Lage „informieren“.

Ich hoffe nämlich nicht, dass sich in Deutschland Zustände entwickeln, in denen zukünftig große Bevölkerungsgruppen in Parallelwelten und „alternativen Wirklichkeiten“ leben und die selbst propagierte „Lügenpresse“ zum Kampfbegriff und Totschlag-Argument für besserwisserische und zugleich diskursunwillige Menschen mit wenig Wissen – aber viel Meinung – wird. Die Gefahr, dass es so kommt, ist durchaus real und bedroht letztendlich die Grundfesten unserer Demokratie. Diese Gefahr wird bleiben, auch wenn Corona gegangen ist. Die Krise des seriösen Journalismus macht mir Sorgen und darf nicht unterschätzt werden.


HR und Corona: Die Chancen in der Krise

 

Wir alle haben im Jahr 2020 gewisse Herausforderungen zu überwinden gehabt. Die Krise ging an keinem spurlos vorbei. Unternehmen berichten branchenweit über extrem schwankende Auftragseingänge und einen zeitweise zum faktischen Stillstand gekommenen Arbeitsmarkt. Doch jede Krise bietet auch Chancen!

Kluge Unternehmen waren nicht untätig – Führungskräfte auf Jobsuche sollten dem in nichts nachstehen. So gilt es, die Nutzenargumentation in den Bewerbungsunterlagen hochrangiger Führungskräfte an die konjunkturelle Situation anzupassen und auch die zukünftige Entwicklung bestmöglich zu antizipieren und unternehmerische Entscheidungen zu treffen.


Lassen Sie sich vom Optimismus anstecken!

 

Offene Kommunikation, nüchterne Analyse und mit viel Optimismus für die Zukunft: Wir haben bis zum Jahresende 2020 noch so manche unserer Executive-Placement-Prozesse in den Erfolg gebracht und knüpfen 2021 mit Sicherheit daran an. Lassen Sie sich vom Optimismus anstecken, denn Optimismus ist das gemeinsame Merkmal erfolgreicher Menschen – und mit Optimismus und Chancen starten wir in ein neues Jahr!

Wir werden mit unserem Beraterteam auch 2021 wieder wirksame Unterstützung liefern und die Projekte in einem wieder zur Normalität zurückkehrenden Arbeitsmarkt bestmöglich zum Erfolg führen!

 

Wenn 2020 auch schwierig war, kann es den gedanklichen Beschluss zur Neuorientierung bedeuten! Ergreifen auch Sie Ihre Chance und beginnen Sie damit, die Möglichkeiten für Ihren beruflichen Aufstieg zu nutzen! Starten Sie jetzt in Ihren beruflichen Erfolg: Unser Guide zeigt Ihnen, wie Sie die Stellensuche als obere Führungskraft auf dem verdeckten Arbeitsmarkt richtig angehen! 

 

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