Sie sind als Top-Manager auf dem Zenit Ihrer Karriere angekommen. Um nun Ihre erfolgreiche Laufbahn zu krönen und über die Zeitschiene langsam ausklingen zu lassen, streben Sie ein Mandat in einem Aufsichtsrat an. Als langjährige Führungskraft in Spitzenposition bringen Sie ausreichend Finanzkompetenz, Führungserfahrung sowie Verantwortungs- und Problembewusstsein mit.

 

Wir suchen: Aufsichtsratsmitglied (m/w/d)

Eine solche Stellenausschreibung werden Sie nicht finden, weder im offenen noch im verdeckten Stellenmarkt. Denn grundsätzlich gilt: Eine Stelle zum Aufsichtsrat wird nicht ausgeschrieben, ergo können Sie sich nicht auf ein Aufsichtsratsmandat bewerben.

Lesen Sie im nachfolgenden Artikel, wie Aufsichtsratsmandate vergeben werden und wie Sie sich mit Hilfe von Board Consulting für eine Mandatierung ins Gespräch bringen.

 

Wie wird man Aufsichtsrat?

Sichtbarkeit ist der Schlüssel. Board Consulting hilft.

Der angelsächsische Ursprung „board“ beschreibt die erste Führungsebene ohne Trennung der Gremien nach Ausführung und Kontrolle. In Deutschland steht der Begriff „Board Consulting“ für die Beratung zur Besetzung von Geschäftsführern, Vorständen und Aufsichtsräten bzw. Beiräten.

Da Mandate in Aufsichtsräten nicht öffentlich ausgeschrieben werden, ist der Zugang zu diesen Positionen exklusiv – aktive Bewerbungen sind kaum möglich. Stattdessen müssen Sie dafür Sorge tragen, dass die richtigen Personen auf Sie aufmerksam werden, Sie empfehlen oder direkt ansprechen. Das können die AR-Vorsitzenden selbst oder spezialisierte Personalberater sein. Professionelles Board Consulting hilft bei dieser Positionierung.

 

Netzwerken: Werden Sie sichtbar!

Um Aufsichtsrat zu werden, müssen Sie an den entscheidenden Stellen sichtbar werden. Hierbei kommt es auf die richtige Strategie, das richtige Netzwerk und vor allem die richtige Art von Aufmerksamkeit an. Kommunizieren Sie beispielsweise in den beruflichen Netzwerken, dass Sie eine einschlägige Fortbildung nach den BilMoG-Regularien absolviert haben und hier gegebenenfalls ein Zertifikat nachweisen können.

Im Folgenden lesen Sie die beiden wichtigsten Werkzeuge, um Ihre Person für ein Aufsichtsratsmandat aufs Radar der Entscheider zu bringen.

 

Veranstaltungen besuchen und aktiv beteiligen

Aufmerksamkeit erregen Sie auch durch die aktive Teilnahme an Veranstaltungen und Mitarbeit in einschlägigen Netzwerken zum Thema Aufsichtsrat. Durch wertvolle Beiträge und Teilnahme an Diskussionen beweisen Sie nicht nur Ihre Fachkompetenz, sondern steigern gleichzeitig Ihren Bekanntheitsgrad im entsprechenden Umfeld.

Auch aktive Arbeit in berufsständischen Netzwerken, wie zum Beispiel der Mittelstandsvereinigung der CDU, kann von Vorteil sein. So steigt Ihre Visibilität und Sie profitieren von der Gelegenheit zur Netzwerkarbeit.

Doch Achtung: Irgendein Netzwerk ist nicht automatisch das relevante Netzwerk!

Jede und jeder hat nur 100% Energie, Zeit und Leistungskraft. Es kommt nicht nur darauf an, die Dinge richtig zu tun, sondern auch darauf, die richtigen Dinge zu tun. Die Mitgliedschaft im örtlichen Ruderclub kann schön sein. Nützlicher für eine Aufsichtsratsmandatierung wäre es aber, diese Zeit für eine Mitgliedschaft in der FEA – Financial Experts Association e.V. – oder in einem anderen relevanten Netzwerk zu investieren.

 

Einem relevanten Netzwerk beitreten

Mit Fokus auf Ihr Ziel, in die engere Auswahl für ein Aufsichtsratsmandat zu kommen, sollten Sie einem Netzwerk beitreten, das entscheidenden Mehrwert für Ihre Anforderungen bietet. Achten Sie unbedingt darauf, dass das Netzwerk nicht „tot“ ist, sondern vom Austausch und der Beteiligung der Mitglieder lebt! Vor Beitritt wägen Sie daher folgende Faktoren ab, die Ihnen einen guten Eindruck zum gewählten Netzwerk verschaffen und mit Hilfe derer Sie die Qualität des Netzwerks hinsichtlich Ihrer Zielsetzung bewerten können:

  • Qualität: Wer sind die Gruppenmitglieder? Handelt es sich um andere Top-Führungskräfte, Manager und CEOs aus namhaften Unternehmen oder entspricht das Niveau nicht Ihrer bisherigen Flughöhe?
  • Exklusivität: Wie leicht oder schwer ist es, Mitglied zu werden? Ist der Zugang durch eine Bewerbung möglich oder erfolgt der Zutritt exklusiv auf persönliche Einladung?
  • Autorität: Wer hat seine Hand über der Gruppe? Wer ist Initiator und Leiter? Ist er/sie ein vertrauenswürdiger und verschwiegener Ansprechpartner und kann Ihnen Unterstützung bieten?
  • Initiative: Gibt er/sie Ideen und Anregungen zum beruflichen Weiterkommen? Werden beispielsweise relevante Kontakte nach oben hergestellt oder die Gruppenmitglieder gezielt beworben und empfohlen?
  • Seriosität: Spielen private Präferenzen wie beispielsweise politische oder religiöse Gesinnungen/Zugehörigkeiten eine Rolle für die Gruppenaufnahme oder innerhalb der Gruppendynamik?
  • Aktivität: Gibt es einen regelmäßigen Austausch durch Fragen und Antworten, Tipps und Expertisen, Treffen und Bekanntmachungen in dieser Gruppe?
  • Netiquette: Ist der respektvolle Umgang mit- und untereinander gewahrt und liegt der Fokus auf der gegenseitigen Förderung? Oder braucht es Benimmregeln und schwarze Pädagogik?
  • Kostenaspekt: Ist die Mitgliedschaft kostenfrei oder fallen Gebühren an?

 

Bedenken Sie: Es handelt sich um gebündelte Expertise, die ein solches Netzwerk mit sich bringt. Eine vertretbare Mitgliedsgebühr sichert Exklusivität und ist vernachlässigbar im Vergleich zum beruflichen Mehrwert, der aus einer solchen Verbindung entstehen kann.

Sind diese Faktoren nicht ausreichend gegeben, überlegen Sie: Welchen Mehrwert bringt Ihnen eine solche Zigarrenrunde? Die Zeit, die Sie in ein gutes Netzwerk investieren, muss sich im Gegenzug auszahlen und etwas leisten können, andernfalls müssen Sie Ihre wertvolle Zeit nicht dafür opfern.

 

Wie können Sie sich in ein Netzwerk einbringen?

Wenn Sie ein Mandat in einem Aufsichtsratsgremium anstreben, sollten Sie sich fragen, welchen speziellen Mehrwert Sie als Mitglied in dieses Gremium einbringen können:

  • Finanzkompetenz
  • Markt- und Branchenkenntnisse
  • Funktionskompetenzen
  • spezielle Problemlösungskompetenz

Seit der Steigerung der persönlichen Haftungsrisiken nach Einführung des BilMoG sind fachliche Expertisen bei der Auswahl von AR-Mitgliedern wesentlich bedeutsamer geworden.

 

Fazit

„Größe ist nicht, Anerkennungen zu erhalten, sondern sie zu verdienen.“ (Aristoteles)

Um ein Aufsichtsratsmandat zu bekleiden können Sie nicht einfach eine Bewerbung abschicken und auf Erfolg hoffen. Hier greifen keine Bewerbungskampagnen und Executive-Placement-Werkzeuge sind ebenfalls nicht das Mittel der Wahl. Auch wenn Sie bereits seit einigen Jahren in oberer Führungsebene arbeiten und viele Qualifikationen mitbringen, müssen Sie Ihre Kompetenz für ein Aufsichtsratsgremium erst noch unter Beweis stellen und aktiv werden. Das A und O hierfür ist der Aufbau eines relevanten Netzwerks, das durch den steten Austausch und der gegenseitigen beruflichen Förderung sowie Unterstützung lebt.

Auf eine AR-Mandatierung bewirbt man sich nicht, sondern man wird angesprochen. Also positionieren Sie sich und werden Sie als potentieller Mandatsträger sichtbar. Professionelles Board Consulting kann Ihnen dabei eine wertvolle Unterstützung sein, die richtigen Strategien für Sie und Ihre Sichtbarkeit zu entwickeln und in den Fokus der Aufsichtsratsgremien zu rücken.

Interessierten Personen bieten wir auf persönliche Einladung die Mitgliedschaft in unserem exklusiven Board Circle.

 

Sie möchten die Chance auf eine neue Position in oberster Führungsebene wahrnehmen? Als verantwortungsvoller Mittler bieten wir Ihnen mit unserer Executive-Placement-Beratung kompetente Unterstützung und Zugang zu wertvollen Netzwerken und Kontakten.

 

Veröffentlicht am 18.05.2020

Thema: Board Consulting

 
Autor: Adensam Managementberatung

Wir kooperieren in der täglichen Vermittlungsarbeit regelmäßig mit den ca. 200 relevantesten Personalberatern/ Headhuntern Deutschlands. Adensam Managementberatung ist langjähriges Mitglied im Bundesverband Deutscher Unternehmensberater (BDU) Fachverband Outplacement.

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